Zahlreiche Operationen können heute ambulant durchgeführt werden. Im Chirurgisch-Orthopädischen MVZ Illingen wird ein aseptischer OP vorgehalten, in dem Operationen auch unter Narkose durchgeführt werden können. 

Unsere Patienten werden in unserem Zentrum nach aktuellen Standarts auf jede Operation vorbereitet. Auch die Narkosevoruntersuchung findet hier statt.
Nach der Operation wird der Patient engmaschig überwacht und nach angemessener Zeit mit Schmerzmitteln versorgt nach Hause entlassen.
Nach jedem grösseren Eingriff erkundigen wir uns telefonisch nach dem Befinden des Patienten. Für den Notfall sind wir auch nachts erreichbar.

Einige der häufigsten Eingriffe sind:


Hallux valgus (wikipedia) OP-Videos

Der Hallux valgus ist eine seitliche Abwinkelung der Großzehe im Grundgelenk. Ursachen:

Allgemeine Bindegewebsschwäche, wohl veranlagungsbedingt. Frauen und Familienmitglieder von Hallux valgus Patienten bekommen häufiger einen Hallux valgus.

Der Hallux valgus tritt häufiger bei Menschen auf , die Schuhe tragen - besonders wenn diese zu eng sind.

Beim Spreizfuß wandert durch die Aufspreizung im Vorfuß und durch die Abflachung des Quergewölbes das Mittelfußköpfchen der Großzehe nach innen und die Zehenglieder weichen nach außen ab (siehe roten Pfeil auf nachfolgenden Zeichnungen.

Schmerzen entstehen durch Druck am ersten Mittelfußköpfchen und durch die veränderte Lage der Führungsknöchelchen der Beugesehnen. Ein Schleimbeutel, ein Überbein und der Druck der Großzehe gegen die 2. Zehe können zusätzlich Schmerzen auslösen.

Vor der Operation:

Nach der Operation (Stoffella):


Nach der Entfernung des Metalles (6-9 Monate nach der ersten OP):

Der Hallux rigidus ist eine Versteifung der Großzehe und entsteht durch Abnutzungsveränderungen (Arthrose) des Großzehengrundgelenkes. Schmerzen entstehen vor allem durch den Verschleiß des Gelenkes. Durch die gestörte Abrollbewegung des Fußes können auch Schmerzen im ganzen Fuß und Bein ausgelöst werden.

Krallenzehen und Hammerzehen entstehen durch eine Beugefehlstellung im Mittel- oder Endgelenk einer oder mehrerer Zehen, oft verbunden mit einer Überstreckung im Grundgelenk. Dies führt zu schmerzhaften Schwielen (Hühneraugen) über dem gebeugten Gelenk und zu Druckschmerzen unter dem Endglied.

Die erwähnten Verformungen können einzeln oder miteinander auftreten. Wir erklären Ihnen im einzelnen, welcher Zustand bei Ihnen vorliegt. Wenn Sie nach Erklärung und Lesen dieser Information noch Fragen oder etwas nicht verstanden haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für weitere eingehende Erläuterungen zur Verfügung.

Behandlungsmöglichkeiten

Durch den gestörten Abrollvorgang beim Gehen und Druckstellen können starke Schmerzen ausgelöst werden. Ähnliche Schmerzen können aber auch Folge schwerwiegender Erkrankungen wie Nervenentzündungen, Zuckerkrankheit, Durchblutungsstörungen, einer infektiösen Knochenmarksentzündung oder anderer allgemeiner Erkrankungen sein. Deswegen können zuerst eine Röntgenuntersuchung, eine Untersuchung der Funktionsfähigkeit der Blutgefäße oder Blutuntersuchungen notwendig sein.

Nach den Voruntersuchungen raten wir Ihnen abhängig vom Untersuchungsergebnis und Ihren subjektiven Beschwerden zum Abwarten, zur konservativen Behandlung (z.B. Einlagen), oder zur Operation:

Beim Hallux valgus können verschiedene Operationsverfahren in Betracht kommen:
In den meisten Fällen kann eine gute Korrektur durch eine Mittelfußosteotomie erfolgen. Hierbei wird der Mittelfußknochen der Großzehe im Bereich des Köpfchens durchgesägt, das Köpfchen nach außen versetzt und mit einem Draht oder einer Schraube neu befestigt.

Nach Abtragen des Überbeins ist der Fuß wieder schmal und die Funktion des Großzehengrundgelenks bleibt erhalten. Nach der Operation muß der Vorfuß so lange entlastet werden, bis der Knochen wieder fest zusammengeheilt ist, was im Allgemeinen 4-6 Wochen dauert.
Bei älteren Menschen kann die längere Entlastung Probleme bereiten, auch kann der Mittelfußknochen von schlechterer Substanz sein, so daß keine problemlose Knochenheilung zu erwarten ist. In deisen Fällen kann es besser sein, eine Verkürzung des Großzehengrundgelenks durchzuführen. Hierbei wird an der Basis ein Teil des Grundgliedes entfernt. Danach läßt sich die Großzehe wieder gerade stellen und die Beweglichkeit nimmt zu. Durch einen Draht wird die Zehe für einige zeit in der neuen Stellung festgehalten.

Beim Hallux rigidus können ebenfalls verschiedene Operationsverfahren in Betracht kommen:
In den meisten Fällen können durch großzügiges Entfernen der Überbeine und eine Verkürzung des Mittelfußknochens im Köpfchen um wenige Millimeter eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit und Belastbarkeit erzielt werden.

Bei älteren Menschen und schlechterer Substanz des Mittelfußknochens wird häufig die Verkürzung des Großzehengrundgelenks bevorzugt, wie bereits oben beim Hallux valgus beschrieben.

Bei Krallenzehen und Hammerzehenwird das Köpfchen des Grundgliedes oder Mittelgliedes entfernt und die Strecksehne gerafft. Meist wird die korrigierte Stellung durch einen Draht fixiert.

Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung oder Allgemeinnarkose durchgeführt werden. Bestehen Gründe für die Bevorzugung einer Alternative, werden wir mit Ihnen darüber reden.

Komplikationen

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln), Embolien (Arterienverschlüsse durch verschleppte Gerinnsel), Verletzung von Blutgefäßen sowie Nachblutungen, sind dank der Fortschritte der Medizin seltener geworden. Wir können auch mehr als früher dagegen tun. Wundheilungsstörungen und Infektionen verlängern den Heilungsverlauf, lassen sich aber in der Regel gut beherrschen.

Trotz aller ärztlichen Sorgfalt läßt sich nicht ausschließen, daß in seltenen Fällen ein Nerv vorübergehend oder dauernd geschädigt wird. Dies kann zu vorübergehenden oder bleibenden Störungen der Berührungsempfindlichkeit, führen. Davon zu unterscheiden ist die meist vorübergehende Einschränkung der Berührungsempfindlichkeit und des Tastvermögens im operierten Gebiet; sie ist die Folge der notwendigen Durchtrennung von Hautnerven.

In Ausnahmefällen kann es zu einer langwierigen, unter Umständen sehr schmerzhaften Knochenentkalkung und/oder Weichteilschwellung kommen, die in ausgeprägten Fällen auch eine Gelenkversteifung zur Folge haben kann. (Sudeck'sche Erkrankung).

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es zur Bildung von auffälligen Narben kommen, die manchmal vorübergehend Beschwerden verursachen können.

Der Eingriff wird gewöhnlich in Blutleere vorgenommen. Dabei wird für die Dauer der Operation das Blut durch eine Blutdruckmanschette zurückgehalten. Hierdurch lassen sich Blutverluste vermeiden und durch die kürzere Operationszeit wird das Infektionsrisiko vermindert. Aber es können danach sehr selten Durchblutungsstörungen und /oder Lähmungserscheinungen auftreten, die sich in der Regel beheben lassen.

Auch kann es gelegentlich zu einem Rückfall, zu einer Überkorrektur und schmerzhaften Bewegungseinschränkungen kommen, die eine zusätzliche Operation notwendig machen können. 

Carpaltunnelsyndrom (wikipedia)


Leistenhernie (Leistenbruch) (wikipedia)

Grundlage der Leistenbruchchirurgie ist das Verfahren nach Shouldice, das Ende der 80er Jahre das Verfahren nach Bassini abgelöst hat. Mit der Berufung in die Chefarztposition im Januar 1991 habe ich dieses Verfahren als Standardverfahren eingeführt. Es setzt die theoretischen und pathophysiologischen Erkenntnisse in ein sinnvolles operatives Konzept um. Dies bedeutet, dass die Bauchwandschichten im Bereich der Bruchbildung von innen nach außen rekonstruiert werden und damit eine Verstärkung der Bauchwand in diesem Schwachpunktbereich herstellen. Zwar geben die Studien der vergangenen Jahre jeweils Rezidivquoten zwischen 1 und 2 % an, die Wirklichkeit spiegelt diese Ergebnisse jedoch nicht wieder. Erhebungen der Qualitätsgeschäftsstelle Nordrhein geben Rezidivquoten zwischen 12-14% an, so dass das Verfahren nach Shouldice zwar für viele, nicht aber für alle Patienten Rezidivfreiheit garantieren kann. Dementsprechend wurde das Verfahren nach Shouldice durch weitereführende Operationsverfahren ergänzt, die jeweils Kunststoffimplantate verwenden.

Das Verfahren nach Lichtenstein wie das Reparationsverfahren nach Rutkow gehören zu den so genannten offenen Verfahren, die wie bei der Operation nach Shouldice über einen Leistenschnitt unterschiedlicher Größe durchgeführt werden.

Bei dem Operationsverfahren nach Lichtenstein wird ein 8 x 16 cm großes Netz auf die mittlere Bauchwandschicht aufgelegt, damit werden die Bruchlücken abgedeckt. Durch die Einlage des Netzes soll eine Stabilisierung der geschwächten Bauchwand in dieser Region hergestellt werden. Auch wenn das Operationsverfahren nach Lichtenstein insgesamt sehr gute Ergebnisse zeigt, so bleibt zu bemerken, dass die Präparation relativ ausgedehnt und aufwendig ist und eine relativ weite Aussteifung der Leiste vorgenommen wird.

Die Reparation nach Rutkow vermeidet bei gleicher Ergebnisqualität die flächige Aussteifung der Leiste. Die Stabilisierung wird dadurch erreicht, dass in den lokalen Defekt unter die innerste Schicht der Bauchdecke ein schirmchenartiges Netz eingenäht wird, dass wie bei dem Verfahren nach Lichtenstein spannungsfrei stabilisiert. Dieses Netzschirmchen kann individuell den lokalen Verhältnissen angepasst werden, in dem einige im inneren befindliche Flügelchen ausgeschnitten werden können. So kann ein individuell angepasstes Operationsverfahren angeboten werden.

Da das Operationsverfahren nach Rutkow nur eine kleine, in der Regel höchstens bis zu 4cm lange Hautinzision erforderlich macht und die Präparationstechnik nicht so ausgedehnt zu erfolgen hat wie bei dem Verfahren nach Shouldice oder Lichtenstein, treten besonders hier wenig postoperative Beschwerden und Schmerzen auf. Dementsprechend ist die Patientin bzw. der Patient unmittelbar postoperativisch mobil und kann noch am Operationstag teilweise seiner gewohnten Tätigkeit nachgehen. In den ersten zwei Wochen nach der Operation ist eine Belastung bis zu 20 kg erlaubt, dies bedeutet, dass z. B. ein normaler Reisekoffer getragen werden darf.

Nach zwei Wochen ist keine weitere Gewichtsbeschränkung und Belastungsbegrenzung notwendig.

Auf Grund des hohen Patientenkomforts ist insbesondere das Verfahren nach Rutkow für den ambulanten Bereich besonders geeignet. 

Digitus saltans ("Springfinger") (wikipedia)


Ganglion ("Überbein") (wikipedia)


Dupuytrensche Erkrankung (wikipedia)

Hierbei versteht man eine Verdickung und stranghafte Auftreibung der Hohlhandfaserplatte. Dabeirbei kommt es zu einer zunehmenden Einziehung von Fingern (meist beginnend mit Klein- und Ringfinger) in eine Beugestellung. Die Streckung ist dann weder aktiv noch passiv möglich. Die Erkrankung hat jedoch nichts mit den Beugesehnen zu tun.
"Ringfinger in Beugeverkrümmung mit sichtbarer strangartiger Verdickung im Mittelhandbereicht"

Die Krankheitsursache ist nicht bekannt. Die Krankheit schreitet meist zunehmend fort. Wirksame konservative Behandlungen sind nicht bekannt. Um eine dauerhafte und zunehmende Beugeverkrümmung zu verhindern, ist die Operation angezeigt. Unter Betäubung des Armes und in Blutleere werden über einen zickzackförmigen Hautschnitt die strangartigen Verdickungen (siehe Bild oben) entfernt.

Auch nach der Operation kann in seltenen Fällen die Erkrankung wieder auftreten ( = Rezidiv) oder fortschreiten. Bei der Präparation der strangartigen Verdickungen kann es zu Verletzungen der Gefäße oder Nerven kommen. Auch die vorbestehende Beugeverkrümmung der Finger können nicht immer vollständig ausgeglichen werden. 

Entfernung von Osteosynthesematerial nach Knochenbrüchen

Wurde ein Knochenbruch mit einem metallischen Implantat (Platte, Schrauben, Kirschnerdrähte oder Nagel) operativ versorgt, stellt sich die Frage nach der Implantat- bezw. der Metallentfernung.
Ist die Metallentfernung beim wachsenden Skelett, also bei Kindern und Jugendlichen, unstrittig und erfolgt meist nach wenigen Wochen nach Frakturversorgung, so ist die Indikation und der Zeitpunkt beim Erwachsenen je nach Art und Lokalisation des Implantates, sehr unterschiedlich.
In der Regel werden Platten und Schrauben
beim Erwachsenen nach ca. 6-12 Monaten
wieder entfernt. Subjektive Beschwerden, allergische Reaktionen auf die metallischen Implantate, vorzeitige Lockerung von Schrauben oder lokale Druckprobleme unter der Haut können ein vorzeitige Metallentfernung notwendig machen.
In manchen Fällen wird auch auf die Metallentfernung verzichtet, z.B. bei schwieriger und risikobehafteter Lokalisation des Implantates oder bei hohem Alter oder hohem Allgemeinrisiko des Patienten.
Viele Metallentfernungen können unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. 

Pinolidalzyste (Steissbeinfistel) (wikipedia)


Kniegelenkarthroskopie (wikipedia)


Diese Eingriffe führen wir in einem ambulanten OP Zentrum durch.